
Auch unter extremen Bedingungen: Dosierpumpen spielen eine entscheidende Rolle im Kasachstan Ölfeld
Ölvorkommen befinden sich meist in Regionen mit extremen Umgebungsbedingungen. So auch in Kasachstan. Dort stieß man auf eines der größten Erdölvorkommen, das in den letzten 40 Jahren entdeckt wurde. Auf dem Kasachstan Ölfeld kommen zehn Prozessdosierpumpen der Baureihe Orlita Mfs von ProMinent zum Einsatz. Sie sind aufgrund ihrer robusten Bauart für einen zuverlässigen Betrieb - auch unter härtesten Bedingungen ausgelegt. Auf dem Kasachstanölfeld sorgen sie durch Dosieren von Hypochlorit dafür, dass die unterschiedlichen Kühlwasserkreisläufe effizient arbeiten.
Das Kasachstan Ölfeld umfasst ein Gebiet von 47 Meilen x 22 Meilen und liegt im Nordkaspischen Meer etwa 50 Meilen von der Küste von Atyrau in Kasachstan entfernt. Das Kasachstan-Projekt umfasst sowohl die Offshore-Produktion als auch die Onshore Verarbeitung. Geplant ist dieses Jahr das erste Rohöl zu fördern. Sobald die vollständige Förderkapazität erreicht ist, schätzt man, dass das Feld weltweit das zweitgrößte Produktionsvolumen zur Verfügung stellen wird. Neue Schätzungen weisen darauf hin, dass rund 1.25 Millionen Barrels pro Tag gefördert werden können.
Eine Voraussetzung für eine reibungslose Ölförderung und -produktion ist ein zuverlässig funktionierender Kühlkreislauf für alle notwendigen Anlagen und Aggregate. Als Kühlwasser wird Seewasser verwendet. Die Wachstumsbedingungen, wie Temperatur und der pH-Wert innerhalb der Verrohrung sind für die Bakterienvermehrung ideal. Natriumhypochlorit reduziert das Wachstum biologischer Organismen und wird dem Kühlwasser in entsprechender Menge zugeführt. Dies verhindert, dass der Biofilm innerhalb der Verrohrung zunimmt und sich die Rohrquerschnitt verringern. Man vermeidet bereits im Vorfeld, dass sich der Wasserdurchfluss vermindert. Der hohe Wirkungsgrad und die Leistungsfähigkeit des Kühlkreislaufes bleiben auf diese Weise erhalten.
Damit stets die richtige Menge an Hypochloritlösung in die Kühlkreisläufe gelangt, dafür sorgen acht Prozesspumpen der Braureihe Orlita MfS 18/7 Pumpen und zwei Duplex MfS 18/7 von ProMinent. Die Dosierpumpen der ORLITA MF-Baureihe sind modular aufgebaut und bestehen im Wesentlichen aus den Funktionsgruppen Antrieb, Kurbeltrieb und Fördereinheit. Durch ihren modularen Aufbau ist eine flexible Anpassung an die vorliegenden Praxisbedingungen problemlos möglich. Den Anforderungen entsprechend können die Pumpen bei sehr hohen Drücken bis zu 700 bar und in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +160 °C ebenso eingesetzt werden wie bei der Dosierung von hoch bis höchstviskosen Flüssigkeiten. Sie gewährleisten störungsfreien Betrieb durch pumpeninternen Überfüllungs- und Membranschutz dank der ventillosen und nahezu verschleißfreien Nachsaug-Einrichtung. Die hydraulische Membranfördereinheit ist mit einem PTFE-Doppelmembransystem inklusive einer integrierten Bruchsignalisierung ausgestattet. Ein integriertes Überströmventil schützt die Pumpe vor Überlastung. Die Pumpen besitzen ein außergewöhnliches Ansaugvermögen (bis 8 m Ansaughöhe). Eine Besonderheit der in Kasachstan eingesetzten Pumpen ist ihr Dosierkopf, der aus Titan gefertigt wurde. Durch die Werkstoffkombination Titan für den Dosierkopf und PTFE der Doppelmembran ist eine zuverlässige Dosierung der Hypochloritlösung zur Desinfektion des Kühlwassers zu jeder Zeit sichergestellt.

