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Desinfektion von Kühlwasser

Desinfektion von Kühlwasser

Die Desinfektion von Kühlwasser spielt in einem Kühlturm eine sehr große Rolle, denn das wichtigste und zugleich kritischste Glied eines Kühlkreislaufs ist der Wärmetauscher. An seiner warmen und sehr großen Oberfläche finden Mikroorganismen optimale Wachstumsbedingungen vor und bilden dichte Beläge aus lebender wie abgestorbener Materie, die so genannten Biofilme. Aufgrund ihrer thermisch isolierenden Eigenschaften verschlechtern Biofilme die Effizienz des Wärmetauschers. Außerdem werden Biofilme häufig von Legionellen besiedelt, die sich dort vermehren. Diese Erreger der sogenannten Legionärskrankheit gedeihen optimal zwischen 30 und 37 °C und werden zu einem immer größeren Problem.

Desinfektion von KühlwasserDarüber hinaus sondern Mikroorganismen korrosiv wirkende Stoffwechselprodukte ab, die zu erhöhtem Materialverschleiß führen. Bei der Verwendung von Meer- oder Flusswasser als Kühlwasser kommt es zu Wachstum von Muscheln und Korallen, die in kürzester Zeit die Wärmetauscher verstopfen. Aus diesen Gründen ist der Einsatz von Bioziden zur Desinfektion von Kühlwasser unerlässlich.

Die Anforderungen, die an ein Biozid im Bereich des Kühlwassers gestellt werden sind vielfältig:

  • gute Wirkung gegen Bakterien, Algen, Viren und Pilze
  • schnelle Desinfektion des Kühlwassers und ausreichende Depotwirkung bei möglichst niedriger Anwendungskonzentration
  • Wirtschaftlichkeit und einfache Handhabung
  • ökologische Verträglichkeit
  • einfache Konzentrationsbestimmung, möglichst online

Folgende Verfahren kommen bei der Desinfektion von Kühlwasser zum Einsatz:

  • Chlorung mittels Chlorgas oder Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge)
  • Chlordioxid-Desinfektion
  • Bromverfahren: hier werden Lösungen von Natriumhypochlorit und Natriumbromid dosiert, so dass als Wirksubstanz im Kühlwasser Hypobromit vorliegt. Vorteil gegenüber Chlor: Einsatz auch bei höheren pH Werten möglich
  • Bromverfahren: hier werden Lösungen von Natriumhypochlorit und Natriumbromid dosiert, so dass als Wirksubstanz im Kühlwasser Hypobromit vorliegt. Vorteil gegenüber Chlor: Einsatz auch bei höheren pH Werten möglich
  • Ozonierung

Jedes dieser Verfahren zur Behandlung von Kühlwasser hat seine spezifischen Vor- und Nachteile. Welches Verfahren im konkreten Fall am besten geeignet ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Unsere Spezialisten stehen Ihnen mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der Kühlwasseraufbereitung zur Seite, um das optimale Verfahren, oder die optimale Verfahrens-Kombination auszuwählen. Diese Möglichkeit können wir Ihnen nur deshalb bieten, weil wir nahezu das gesamte Portfolio der gängigen Desinfektionsverfahren zur Behandlung von Kühlwasser beherrschen. Das finden Sie sonst nirgends!

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