An die Wasser- und die Luftqualität in Schwimmbädern werden landesspezifisch unterschiedlich hohe Anforderungen gestellt. Beispielsweise in Frankreich. Hier wird ein gesundheitlich begründeter Richtwert von 0,5 mg/m3 Trichloramin in Luft empfohlen, der auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgetragen wird. Der Grund: Bei Arbeitnehmenden in Schwimmbädern wurde Berufsasthma, hervorgerufen durch Trichloramin, in einigen Fällen als Berufskrankheit anerkannt.
Den Richtwerten wird ProMinent France S.A.S für die Schwimmbadwasserversorgung im olympischen Schwimmbad in Dijon gerecht – das Schwimmbeckenwasser wird mit Ozon desinfiziert. Mit insgesamt sieben Ozonerzeugungsanlagen sorgt das Unternehmen für eine umweltfreundliche, hygienische Aufbereitung des Wassers in allen Aufwärm-, Tauch- und Schwimmwettkampfbecken des Piscine Olympique du Grand Dijon. Das Ergebnis: Keimfreies, kristallklares Wasser ohne Trichloramine!
Das Piscine Olympique du Grand Dijon ist ein Schwimmbad der besonderen Art. Kollektoren sorgen dafür, dass die Sonnenwärme zur Erwärmung des Duschwassers genutzt und der Strombedarf zu einem großen Teil durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Schwimmbades generiert wird. Zusätzlich lässt sich das Regenwasser, von der Bedachung abgeleitet, als sogenanntes Grauwasser für die Bewässerung der Grünanlagen und die Toilettenspülung verwenden.
Auch bei der Beckenwasserversorgung setzt man im olympischen Schwimmbad in Dijon auf eine gehobene, nachhaltige Ausstattung. Anstelle von Chlor wird Ozon zur Desinfektion des Schwimmbadwassers eingesetzt. Bei der Desinfektion von Schwimmbädern mit Chlor entsteht durch die Reaktion mit Harnstoffen der Badenden (Schweiss, Hautschuppen, Kosmetika, Urin,etc…) als Nebenprodukt Trichloramin.
Da das Badeverhalten und somit der Eintrag von Belastungsstoffen durch Badegäste in der Praxis eher wenig beeinflusst werden kann, bietet die französische Schwestergesellschaft von ProMaqua eine effektive Wasseraufbereitung mit Ozon. Die rund 4.500 Kubikmeter Wasser im olympischen Wettkampf-, Tauch- und Aufwärmbecken werden umweltfreundlich und dennoch sicher mit insgesamt sieben Ozonanlagen desinfiziert.
Die kompakt aufgebauten Bono Zon® Anlagen sind dank speicherprogrammierter Steuerung und übersichtlichem Anzeige- und Bedienfeld einfach und sicher zu bedienen. Die Ozonerzeuger wurden auf einen geringen Strom- und Kühlwasserverbrauch optimiert und sind somit äußerst umweltfreundlich.
Ozon ist das stärkste Oxidations- und Desinfektionsmittel, das ein außerordentlich breites biozides Wirkungsspektrum aufweist. Es wirkt sehr schnell und effizient bei fast allen bekannten Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen. Sein wesentlichster Vorteil besteht darin, dass es keine unerwünschten Nebenprodukte erzeugt und zu Sauerstoff zerfällt. Damit ist es eine höchst effiziente und umweltfreundliche Möglichkeit zur Wasserdesinfektion.
Neben der Desinfektion des Wassers mit Ozon werden, bedingt durch die Oxidation, auch organische Stoffe wie beispielsweise Huminsäuren, Trihalogenmethane und Chloramine abgebaut.
Für eine exakte Dosierung von Desinfektionsmitteln, Chemikalien zur pH-Wert-Einstellung und Flockungsmitteln sorgen Magnetdosierpumpen der Serie Beta® und Schlauchpumpen der Baureihe DULCO®Flex DF4a in Kombination mit Multikanal Mess- und Regelgeräten DULCOMARIN® II und neun Reglern DULCOMETER® D1C. Alle hierfür relevanten Wasserparameter werden mit DULCOTEST® Sensoren erfasst.
In deutschen Therapiebädern beispielsweise, sind Ozonanlagen gesetzlich vorgeschrieben, da nur so besonders empfindliche Patienten vor einer im Bad übertragenen Krankheit geschützt werden können. Auch in allen olympischen Schwimmbecken wird Ozon eingesetzt. Der Grund: Keimfreies Wasser, verbunden mit einer einzigartigen Klarheit, die Voraussetzung für gelungene Unterwasser-Filmaufnahmen ist.